Politikberatung in Deutschland by Peter Graf Kielmansegg (auth.)

By Peter Graf Kielmansegg (auth.)

In der Bundesrepublik existiert ein dichtes Netz von Beziehungen zwischen ratsuchender Politik und beratender Wissenschaft. Dieser conversation erweist sich oft als ein problematischer. In diesem Band werden die Schwächen und besonderen Voraussetzungen dieses Dialogs untersucht, wie auch die probability einer Stärkung wissenschaftlicher Politikberatung aufgezeigt. Der Band gliedert sich in vier Teilbereiche. Zunächst werden die Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftlicher Politikberatung aus der Perspektive von Politik und Wissenschaft aufgezeigt. Im zweiten Teil wird das besondere Verhältnis von Politik und Wissenschaft sowie im dritten Teil die gegenwärtige Praxis wissenschaftlicher Politikberatung beleuchtet. Der vierte Teil richtet den Blick auf die internationale Politikberatung und stellt die Erfahrungen eines langjährigen Präsidentenberaters in den united states dar.

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Die Zukunft des Öffentlichen: Multidisziplinäre Perspektiven für eine Öffnung der Diskussion über das Öffentliche

Die Zukunft des Öffentlichen? Ist das Öffentliche im Zeitalter der Privatisierung, der Globalisierung und letztlich der grundsätzlich gepflegten Skepsis nicht eher eine Idee der Vergangenheit? In welcher Öffentlichkeit wird die Zukunft des Öffentlichen noch diskutierbar und diskutiert? was once ist heute eigentlich das deepest und das Privatisierbare?

Journalismus und Werbung: Kommerzielle Grenzen der redaktionellen Autonomie

Das Verhältnis zwischen Redaktion und kaufmännischer Abteilung eines Mediums wird in der kommunikationswissenschaftlichen Forschung häufig thematisiert. Gerade in Zeiten ökonomischer Krisen gewinnen die Widersprüchlichkeiten an Brisanz. Gelten in solchen Zeiten andere Regeln bezüglich der Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbeinhalten?

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Bereits oben als Merton'sche Kriterien für die disziplinäre Forschung aufgeführt wurden: Universalismus, Kommunalismus, Desinteressiertheit (also innere und äußere Freiheit), und organisierter Skeptizismus. Man benötigt deshalb eine Institution, die diese Forderungen einlöst. Die vor 15 Jahren gegründete – vor fast 20 Jahren konzipierte - und nach wenigen Jahren wieder geschlossene „Akademie der Wissenschaften zu Berlin“ (Denkschrift 1985) war ein Versuch, die interdisziplinäre Forschung zur Politikberatung in diesem Sinne zu betreiben2.

Daraus erkläre sich auch der Abstand der Naturwissenschaften von den Vorstellungen der Öffentlichkeit und deren Misstrauen gegenüber der Wissenschaft. Letztendlich müsse eine neue ganzheitliche Form von Wissenschaft die bisherige reduktionistische ersetzen. Solche Vorschläge sind erfolglos geblieben, weil im Rahmen ganzheitlicher Vorstellungen schon bei der Definition der Begriffe und ihrer Verknüpfung angesichts der erforderlichen hohen Komplexität des zu Entdeckenden ein hohes Maß an Unschärfe und Beliebigkeit unvermeidbar ist, so dass keine widerlegbaren und damit keine bestätigbaren Vorhersagen konstruiert werden können.

In seinem Vortrag „Free Citicens and Free States“ vor einiger Zeit in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung in München (Skinner 1998) hat der Historiker Quentin Skinner dargelegt, dass Menschen individuelle Freiheit dann und nur dann genießen, wenn sie Bürger eines freien Staates sind. Er widerspricht damit der Auffassung, dass man auch als Staatsangehöriger eines „Leviathan“ (Hobbes 1991) frei sein kann, wenn nur der Herrscher möglichst wenige Gesetze erlässt. Denn Freiheit bedeutet nicht Abwesenheit gesetzlicher Regelung, sondern die grundsätzliche Möglichkeit der Selbstbestimmung im Rahmen des Spielraums, den die minimal erforderlichen Regelungen des Zusammenlebens im Gemeinwesen zulassen.

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