Lehrbuch der Inneren Medizin für Schwestern: Mit Beiträgen by Alfred Schneiderbaur

By Alfred Schneiderbaur

GefiiBes, der Aorta, bzw. der Lungenarterie (AusflufJventil). Die Klappen zwischen Vorhof und Kammer (Atrioventrikular-, Kuspidal- oder Segelklappen) bestehen aus zipfelformigen, nach unten spitz zulaufenden hautigen Lappen ("Segeln"), die durch zahlreiche, von besonderen Abschnitten des Herzmuskels, den soge nann ten Kapillarmuskeln, ausgehende Sehnenfaden mit der Kammerwand ver bunden sind. Bei der Zusammenziehung (Systole) der Kammer treibt das Blut die Segel gegen die VorhOfe vor, diese verschlieBen dadurch die Vorhof-Kammer offnung. Die linke Segelklappe besteht aus zwei Segeln und heiBt auch die zwei zipfelige oder Mitralklappe (Valvula bicuspidalis oder mitralis), wahrend die rechte Segelklappe aus drei Segeln besteht und deshalb als dreizipfelige Klappe (Valvula tricuspidalis) bezeichnet wird. Die Klappen am Anfangsteil der Aorta (Aortenklappen) und der Lungenarterie (Pulmonalklappen) werden von drei nach oben offenen, in einem Kreis zusammengestellten, halbmondfOrmigen Taschen gebildet (Taschenklappen, Semilunarklappen, Valvulae semilunares). An der Aorta unterscheidet guy eine rechte, eine hintere und eine linke Taschenklappe, an der Lungenarterie eine rechte, eine vordere und eine linke Taschenklappe. Diese Taschen legen sich beim Einstromen des Blutes in die Aorta bzw. in die Lungenarterie wahrend der Kammersystole an die Arterienwand an und geben so den Weg frei, wahrend sie sich beim Beginn der Erschlaffung der Kammer (Diastole) durch das zuriickdrangende Blut fUllen, aneinander legen und so das Zuriickstromen von Blut aus der Arterie in die Kammer verhindem. Der grofJe Kreislauf nimmt in der linken Herzkammer seinen Anfang, dieser befordert das Blut durch die Aorta und ihre Aste in die Korperkapillaren und von hier durch die groBen Hohlvenen zum rechten Vorhof zuriick.

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Therapeutisch wird durch Einspritzen von Neosalvarsan schnelle Genesung erzielt. Weitere Leptospirosen Diese Leptospirosen sind im allgemeinen durch Fieberzustände uncharakteristischer Art gekennzeichnet, wobei aber meist keine besonderen Organbefunde zu erheben sind. Diese Leptospirenerkrankungen, die stets einen günstigen Verlauf nehmen, sind einer sicheren Diagnose häufig schwer zugänglich. Die spezifischen Agglutinationareaktionen leisten dabei wertvolle Dienste. Hieher gehören noch folgende Leptospirosen: Die Schweinehüterkrankheit, die durch die Leptospira pomona hervorgerufen wird und von Schweinen, die von dieser Infektion befallen sind, auf Menschen, die mit Schweinen zu tun haben, übertragen wird.

Unter Zunahme des Fiebers kommt es am Ende des Vorläuferstadiums zunädlst hinter den Ohren, im Gesidlt, dann am Hals, an der Brust und endlich am ganzen übrigen Körper zum Aufsdließen von zahlreidlen linsengroßen, rundlichen roten Flecken, die an mandlcn Stellen zusammenfließen, zwisdlen sich aber immer Inseln unveränderter Haut freilassen. Mit dem AusbruclJ. des Aussdllages beginnt die Temperatur abzufallen. In gutartigen Fällen ist der Aussdllag mandlmal schon am achten Krankheitstag wieder ganz versdlwunden.

Durch Genuß ungekomter Milcl1 kann der Erreger in seltenen Fällen auf Menschen übertragen werden und dadurm eine Stomatitis epidemica oder Aphthensaume bewirkt werden. Während der Inkubationszeit, die vier bis acht Tage beträgt, stellen sim Mattigkeit, Gliederschmerzen und Fieber ein. Es entwickelt sich daraufhin eine kennzeichnende Entzündung der Mundsmleimhaut (Mundseume), auf der oberflächlime schmerzhafte Gesmwüre entstehen. Oft treten Bremneigung, Magen-Darmstörungen hinzu, in seltenen Fällen kann sich ein bläschenförmiger oder masernähnlicher Aussmlag über den ganzen Körper oder einzelne Körperteile ausbreiten.

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