Leben ohne Fernsehen: Eine qualitative Nichtfernseherstudie by Peter Sicking

By Peter Sicking

Der Autor entwickelt eine datengestützte Typologie, die einen differenzierten Blick auf die Nichtfernseher erlaubt und Rückschlüsse auf die gesellschaftliche Verteilung der unterschiedlichen Nichtfernseher zuläßt.

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Bei den drei übergeordneten Nichtfernse- 44 hertypen handelt es sich um: • den aktiven Nichtfernsehertyp • den bewußt-reflektierten Nichtfernsehertyp • den suchtgefährdeten Nichtfernsehertyp Dieses erste Ergebnis darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß durchaus weitere Nichtfernsehertypen existieren, die keiner der drei hier festgestellten Gruppierungen zuzuordnen sind. So wurden in dieser Untersuchung zwei Nichtfernseher befragt, die selbst der hier erarbeiteten, relativ offenen Typologie nicht zugeordnet werden konnten und in ihrer Singularität ausschließlich exemplarischen Charakter aufweisen.

Nicht fernzusehen ist ein eher nebengeordneter, selbstverständlicher Faktor in der Lebensfiihrung der meisten aktiven Nichtfernseher, wie die folgenden, symptomatischen Aussagen anschaulich belegen: "Für mich ist das mein Leben, und ich denk gar nicht weiter darüber nach, daß ich keinen Fernsehapparat habe. Also, für mich ist es wirklich nichts Besonderes. " (Renate) 53 "Wenn jetzt nicht so 'n Anlaß ist, denkt man auch gar nicht so viel da drüber nach. " (Uwe) Die Abwesenheit des Fernsehers wird von den Befragten in der Regel nicht reflektiert, nicht fernzusehen gehört zu den unbefragten Bestandteilen ihrer routinemäßigen Alltagsgestaltung.

Im Unterschied dazu empfindet Petra jedoch wenigstens zeitweise eine heftige Abneigung gegenüber dem Fernsehen, nicht zuletzt wegen ihrer schlechten Erfahrungen mit diesem Medium. Dennoch würde auch sie sich nicht als überzeugten Fernsehverweigerer bezeichnen: "Als Absoluter nicht. Aber ich bin oft sauer. " Ursachen und Motive für die fernsehfreie Lebensweise Schimmerten bereits einige Gründe für die fernsehfreie Lebensweise der Befragten in den vorangegangenen Originalaussagen durch, so sollen auf den nächsten Seiten die Ursachen und Motive für die Nichtnutzung des Fernsehens durch die aktiven Nichtfernseher einer gerraueren Betrachtung unterzogen werden.

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