Leben mit Lärm?: Risikobeurteilung und Regulation des by Professor Dr. Michael Kloepfer, B. Griefahn, A. M.

By Professor Dr. Michael Kloepfer, B. Griefahn, A. M. Kaniowski, G. Klepper, S. Lingner, G. Steinebach, H. W. Weyer, P. Wysk (auth.)

Umgebungslärm ist störend und kann für den Menschen als gesundheitliche Gefährdung angesehen werden: So können u.a. Herz-/Kreislaufprobleme auch auf entsprechende Lärmwirkungen zurückgeführt werden. Verkehrslärm behindert insbesondere die Kommunikation und damit menschliches Zusammenleben. Er wirkt für die Betroffenen lästig und leistungsmindernd.

Diese Problemlage ist zunehmend öffentlich wahrgenommen worden und hat zu einschlägigen Regulierungen auf nationaler und gemeinschaftsrechtlicher Ebene geführt. Dennoch ist der Konflikt zwischen den Betroffenen und Schallemittenten nicht gelöst. Im Fall des Fluglärms beispielsweise wird einerseits der lärmverursachende Flugverkehr von den Betreibern als ökonomische probability aufgegriffen und von den Reisenden zunehmend in Anspruch genommen; andererseits scheint sich bei den betroffenen Anwohnern von Flugplätzen eine zunehmende Lärmintoleranz einzustellen.

Daher hat die Europäische Akademie im Rahmen eines interdisziplinären Projekts die reason Beurteilung der Lärmrisiken und der Möglichkeiten ihrer Reduktion vorgenommen, ohne den gesellschaftlichen Nutzen und die Chancen von Mobilität aus dem Auge zu verlieren. Die Autoren bieten Vorschläge für weitergehende Regulierungen und plädieren u.a. dafür, Ruhe als schützenswertes Rechtsgut zu verankern.

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Angesichts der sehr langen Innovations-, Investitions- und Nutzungszyklen von Flugzeugen und Schienenfahrzeugen kann eine geeignete Zulassungs- und Auftragspraxis zu einer Beschleunigung der an sich häufig Jahrzehnte dauernden (und deshalb mit Blick auf die Lärmpolitik problematischen trägen) Erneuerung des Bestands sein. Das bedeutet, dass die gestufte Herabsetzung der Grenzwerte und die schrittweise Absenkung der dann erlaubten Pegel als Funktion der Zeit auch der technischen Machbarkeit Rechnung tragen muss.

In der Praxis erweist es sich jedoch – auch wegen des Fehlens rechtlicher Regelungen – als in mehrfacher Hinsicht lückenhaft und unzureichend: – Die Bewertung der von einem Verkehrsweg ausgehenden Geräusche berücksichtigt grundsätzlich nicht, ob in dem betroffenen Gebiet bereits eine Lärmbelastung durch andere Geräuschquellen vorliegt. Dadurch kann die Gesamtlärmbelastung zu einer deutlichen Überschreitung der für einen einzelnen Verkehrsweg geltenden Grenzwerte führen. – Es besteht eine Ungleichbehandlung zwischen bestehender und neu hinzutretender Lärmbelastung, da Lärmgrenzwerte nur für den Neubau oder die wesentliche Änderung von Verkehrswegen gelten.

Dabei müssen auch andere umweltbelastende Nebenfolgen des Verkehrs, wie etwa die Schadstoff- und Feinstaubbelastung, entsprechend berücksichtigt werden. – Im Kraftfahrzeugbereich sind beim Antrieb von Pkw und Lkw Lärmminderungen durch (Voll-)Kapselungen von Motor (und Getriebe) anzustreben. ä. Anreize sollten zu einer beschleunigten Entwicklung in die lärmpolitisch wünschbare Richtung beitragen und durch geeignete Lärmgrenzwerte sowie praxisnahe Messverfahren für die Typprüfung und Zulassung unterstützt werden.

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