Journalismus und Werbung: Kommerzielle Grenzen der by Jürgen Plank, Josef Schopf (auth.), Stefan Gadringer,

By Jürgen Plank, Josef Schopf (auth.), Stefan Gadringer, Sabrina Kweton, Josef Trappel, Teresa Vieth (eds.)

Das Verhältnis zwischen Redaktion und kaufmännischer Abteilung eines Mediums wird in der kommunikationswissenschaftlichen Forschung häufig thematisiert. Gerade in Zeiten ökonomischer Krisen gewinnen die Widersprüchlichkeiten an Brisanz. Gelten in solchen Zeiten andere Regeln bezüglich der Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbeinhalten? Legitimiert das Ziel der Erhaltung von journalistischer Substanz die gelegentliche oder regelmäßige Grenzüberschreitung in Krisenzeiten? Dieses Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen den publizistischen Anforderungen an Redaktionen einerseits und den ökonomischen Zwängen andererseits. Theoretisch nähern wir uns der Thematik mit den Ansätzen der politischen Ökonomie und der Idee der Medienfreiheit.

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Journalismus und Werbung: Kommerzielle Grenzen der redaktionellen Autonomie

Das Verhältnis zwischen Redaktion und kaufmännischer Abteilung eines Mediums wird in der kommunikationswissenschaftlichen Forschung häufig thematisiert. Gerade in Zeiten ökonomischer Krisen gewinnen die Widersprüchlichkeiten an Brisanz. Gelten in solchen Zeiten andere Regeln bezüglich der Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbeinhalten?

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Anhand empirischer Untersuchungen erhoben. Die Relevanz und Aktualität dieser Thematik verdeutlicht Fassihi folgendermaßen: Die Vermischung von Werbung und redaktionellem Inhalt durch verdeckte Werbeformen […] in den Medien gewinnt in der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Forschung zunehmend an Bedeutung. Basierend auf der Untersuchung von aktuellen Fällen der Grenzüberschreitung ist die Vermischung von Werbung und redaktionellem Inhalt derzeit Gegenstand der Diskussion. (Fassihi 2008: 13) Wie weit die Grenzen überschritten werden, zeigt sich besonders in den SpecialInterest-Inhalten.

B. erhoben und vertieft). Ebenso kann resümiert werden, dass die journalistischen Produkte im Hinblick auf die Vielfalt durch vorgegebene Inhalte gefährdet sind. Die Reichweiten und Einschaltquoten spielen in der Verteilung von Werbeplätzen eine zentrale Rolle, da hohe Reichweiten höhere Erträge im Hinblick auf die Werbeschaltungen erzielen. Dieser Umstand kann zu einer prägnanten Formel zusammengefasst werden: Konstante Auflage + bleibende Leserschaft + konstante Erreichung der Zielgruppen = finanzielle Rückflüsse der Werbewirtschaft bleiben stabil.

Kommt es aber zu einer Dominanz der wirtschaftlichen Voraussetzungen so stellt dies den Tatbestand der Ökonomisierung der Medien dar. Diese Ökonomisierung ist jedoch kein neues Phänomen, sondern wurde bereits in den Arbeiten von Max Weber, Karl Bücher oder Otto Groth thematisiert (vgl. ). ) äußerte sich kritisch zum deutschen Zeitungswesen in den 1920er Jahren. Ausschlaggebend dafür war ein Text von Ernst Posse, dem damaligen Chefredakteur der Kölnischen Zeitung: Volkswirtschaftlich gesprochen ist die Zeitung als kapitalistisches Erwerbsunternehmen das Gut, das im allgemeinen Teil das Bedürfnis befriedigt, Neues zu erfahren und beurteilt zu sehen, und das im Anzeigenteil dem privatwirtschaftlichen Verkehr als Vermittler von Angebot und Nachfrage dient.

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