Handbuch der Stimm- und Sprachheilkunde: Band 1: Die Stimme by Professor Dr. med. Richard Luchsinger, Professor Dr. med.

By Professor Dr. med. Richard Luchsinger, Professor Dr. med. Gottfried E. Arnold (auth.)

VI Dagegen kann in diesem Rahmen auf eine ausführliche Darstellung von Bau und Aussehen des Kehlkopfes, seiner Muskeln, Nerven und Gefäße oder der übri­ gen Sprechorgane verzichtet werden. Es dürften durchwegs einige anatomische Vorbemerkungen genügen, um die Verbindung mit den entsprechenden Lehr­ büchern der Anatomie oder Laryngologie herzustellen. Um so wichtiger warfare jedoch die Mitarbeit von Prof. Dr. phi!. FRIEDRICH KAINZ und Dr. phi! EDELTRuD BAAR in den psychologischen Kapiteln. Zahlreiche phoniatrische Arbeiten befaßten sich in den letzten Jahren damit, die bislang gewonnenen experimental-phonetischen Erkenntnisse durch röntgeno­ logische und klanganalytische Untersuchungen zu überprüfen und zu ergänzen. Mit Hilfe der neuen Geräte zur elektrischen Klanganalyse gelingt es denn auch, das challenge der phonischen Leistungen des Kehlkopfes weiter zu klären. Ebenso verspricht die moderne, durch die Röhrentechnik weitgehend verbesserte Strobo­ skopie genauere Einblicke in den schwer enthüllbaren Mechanismus des Stimm­ organes. Zu diesem großen Aufgabenkreis ist zuletzt noch die Erbbiologie getreten. Neben bedeutsamen theoretischen Ergebnissen erlaubt sie auch, praktische Schluß­ folgerungen zu ziehen. Spielt doch die erbliche Herkunft der Stimme, die shape und Größe des Kehlkopfes oder die Konstitution der Schleimhaut, z. B. für den Sänger, eine lebenswichtige Rolle. Zwar sieht es so aus, als ob die sinnvolle Methodik unserer Arbeitsweise weit­ gehend spezialisiert sei; sie führt aber immer wieder zur Gesamtmedizin zurück. guy denke bloß an den untrennbaren Zusammenhang der Atmung mit den Stimmstörungen, an die pathognomonisch wichtigen oder lebensbedrohenden Kehlkopflähmungen oder an die endokrin bedingten Veränderungen der Stimme.

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In seinen Schallplattenbeispielen gestörter Atmung gibt J. SCHMIDT-VOIGT (1963) auch instruktive Beispiele des nervösen Atemsyndroms und der Atembeklemmung beim Effort-Syndrom wieder. Verschiedenste Beispiele bei den geläufigsten Veränderungen der Atmung sollen zeigen, wie sehr klinische Diagnose und Differentialdiagnose solcher Störungen allein durch den Hörbefund als einem wegweisenden Leitsymptom möglich sind. Weitere Fälle, die kurz geschildert seien, konnten tomographisch erfaßt werden: Sänger X, Tenor, Dilettant, 20 Jahre.

B. auf dem Vokal 0) ist bei diesen Fällen entsprechend stark verringert, obwohl die Stimmritze keine abnorme Weite (etwa infolge einer Lähmung) zeigt. Aber nicht nur in der Lunge oder deren Umgebung kann die Ursache der Atemveränderung liegen. Auch im weiteren Verlauf des Luftstromes können sich Hdb. d. Stimm- u. , 3. Auf!. I 3 26 Pathologie der Atmung Hindernisse einstellen und die Stimmgebung stören. So bewirken Lähmungen des Kehlkopfes außerordentlich deutliche Veränderungen der Atmung: einmal dadurch, daß sich die Stimmlippen bei der Stimmgebung nicht aneinanderlegen, wobei unter starker Heiserkeit oder vollständiger Tonlosigkeit der Stimme viel zu viel Luft entweicht.

GALEN kennt die Knorpel des Kehlkopfes und bezeichnet sie mit den heute noch geläufigen Namen (er nimmt allerdings nur einen Gießbeckenknorpel an). Er kennt die hauptsächlichsten Muskeln und ihre Wirkungsweise und weiß, oder behauptet es wenigstens, daß eine Stimme nur zustande kommen könne, wenn die Stimmritze verengt, die betreffenden Knorpel einander genähert sind. Der Kehlkopf selbst und die in ihm liegenden Stimmbänder werden mit der Zunge einer Flöte verglichen, welche das wesentliche an diesem Instrument sei.

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