Grundfragen der Finanzierung: im Rahmen der betrieblichen by Paul Deutsch

By Paul Deutsch

Die vorliegende Schrift erfaßt unter Finanzierung denjenigen Teil der betrieb­ lichen Finanzwirtschaft, der die Ausstattung der Betriebswirtschaften mit dem zur Verwirklichung ihrer Ziele notwendigen Kapital zum Inhalt hat. Dabei umschließt der Finanzierungsbegriff zunächst alle Maßnahmen, durch welche die Betriebe bei ihrer Gründung und später zur Sicherung ihres Wachstums das Kapital von außen beschaffen, soweit sie es nicht betriebsintern aus dem Gewinn bilden; sodann ist aber auch das Ergebnis dieser Tätigkeit einzu­ beziehen, das im Bilanzgefüge seinen Ausdruck findet. Mit der ersten terminologischen Grundfrage verbindet sich eine zweite. Sie liegt in der Problematik von Sachverhalten, die zwar in mehr oder weniger erheblichem Umfang materiell und formell kapitalbezogene Transaktionen auslösen, bei Anwendung eines strengen Maßstabes jedoch primär den Gebie­ ten der organization und Unternehmungspolitik zuzuweisen sind. guy denke etwa an den Funktionswandel, den das Eigenkapital durch einen Wechsel der Unternehmungsform und sonstige Vereinbarungen der Kapitaleigner erfährt, oder an die Kapitalverfiechtung als Mittel der Konzernpolitik. Das besondere Interesse gilt der Bestimmung des wissenschaftlichen Standorts der traditionell als Finanzierungen schlechthin bezeichneten, inhaltlich ihnen aber nicht gleichzusetzenden und weiter als sie reichenden Vorgänge der Gründung, Umwandlung, Verschmelzung, Konzernierung, Sanierung und Abwicklung. Wenn sie hier als Fragen der Finanzierung dargestellt werden, so geschieht es mit dem durch die Systematik der Finanzwirtschaft gebotenen Vorbehalt.

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1956, Nr. 7, S. 42; 9. , 1957, Nr. 11, S. 54; 12. , 1960, Nr. 7, s. 58, wo mit Nachdruck die große Fehlermarge der ermittelten Beträge herausgestellt worden ist; vgl. ferner WiSta 11/557. 36 Begriff und Inhalt der betrieblichen Finanzwirtschaft schüssen der öffentlichen Haushalte aus der laufenden 72,5 Mrd. DM Ersparnissen der privaten Haushaltel). Rechnung und Die weitere Entwicklung der Selbstfinanzierung über das betrachtete Jahrzehnt hinaus ergab für das Jahr 19602) 17,4 Mrd. DM an nicht entnommenen Gewinnen bei einer "laufenden Ersparnisbildung" aller Sektoren von 54,5 Mrd.

Dabei haben sich die mittels der betrieblichen Statistik zu gewinnenden Kennziffern als unentbehrliche Stütze erwiesen. Die rechtliche Struktur der Unternehmungsformen braucht hier nicht im einzelnen dargelegt zu werden, da im nächsten Kapitel ein Überblick über die Motive der Umwandlung ihren kritischen Vergleich ermöglicht. In nachstehender Tabelle 6 vermitteln steuerstatistische Nachweise aus dem Jahre 1954 finanzwirtschaftlich wichtige Erkenntnisse über die Gliederung des Umsatzes und der Steuerpflichtigen nach Rechtsformen.

Die Abschreibungen in Höhe von 1,4 Mrd. DM, das sind 9,1 vH des Gesamtumsatzes, betrugen insgesamt 62,9 vH der Investitionen, während die Jahresquoten im Minimum (1954) 52,0 vH und maximal (1953 und 1959) 74,0 vH erreichten. Wenn man die Zeit rückwirkend bis zur Währungsreform einbezieht, so erhöhen sich die Investitionen auf 2,5 Mrd. DM und die Abschreibungen auf 1,6 Mrd. DM = 64,0 vH der Investitionen. Neben den Abschreibungen dienten in der Berichtszeit zur Finanzierung der Investitionen drei Erhöhungen des Grundkapitals, das damit den Betrag Statistische Nachweise 31 von 735 Mill.

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