Der Nachrichtenwert im situativen Kontext: Eine Studie zur by Ingrid Andrea Uhlemann

By Ingrid Andrea Uhlemann

Das Buch widmet sich der Frage, wie die Publikationschance eines Ereignisses neben dem Nachrichtenwert durch die aktuelle Nachrichtenlage und die zeitlichen Produktionsbedingungen beeinflusst wird. Den theoretischen Rahmen dafür bildet der DTA in Verbindung mit der Nachrichtenwerttheorie. Zur Beantwortung wird eine Input-Output-Analyse durchgeführt, bei der fabric von Nachrichtenagenturen mit der Berichterstattung zweier regionaler Tageszeitungen verglichen wird. Die Ergebnisse zeigen einen hohen Stellenwert des Nachrichtenwerts gegenüber zeitlichen Einflüssen und weisen auf einen konkurrenzbedingten Schwellenwert hin.

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Mit der von ihm entwickelten Einteilung der Nachrichtenfaktoren in ƒ ƒ ƒ Darstellungsfaktoren Ereignisfaktoren Indikatoren liefert er einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Nachrichtenwerttheorie. Er bezieht sich dabei unter anderem auf Emmerich (1984: 46ff). Dieser klassifizierte die Nachrichtenfaktoren für eine Redakteursbefragung in Faktoren der Bearbeitbarkeit (Frequenz, Kontinuität, abnehmende Kompliziertheit, Additivität und Thematisierbarkeit), Faktoren der Bedeutsamkeit (Zahl der Betroffenen, Relevanz der Quelle, Wünschbarkeit, Fortschritt, Enthüllung) und Faktoren der Unterhaltung (Prominenz, Dramatik, Kuriosität, Emotionalität, Sensation, Sex).

Eine Nachrichtenauswahl im reinen Sinne des Begriffs kann es aus dieser Perspektive gar nicht geben, weil ohne einen Beobachter keine Ereignisse existieren. Die Entstehung von Nachrichten ist dann davon abhängig, dass Ereignisse durch Beobachter den Massenmedien mitgeteilt werden. Nachrichten werden als journalistische Berichterstattungen von Ereignissen in der Form von Meldungen oder Berichten aufgefasst (Frerichs 2000: 10). Nachrichten sind damit Wirklichkeitskonstruktionen, die ganz bestimmte formale Bedingungen erfüllen und spezifischen Konstruktionsbedingungen unterliegen.

Es wurden die Nachrichtenfaktoren nach Intensität erfasst und mit dem Beachtungsgrad des jeweiligen Nachrichtenbeitrags in Beziehung gesetzt. 1, ProSieben, VOX, RTL2 und Kabel 1 sowie die Nachrichten von ARD und ZDF. Die Stichprobe setzt sich aus insgesamt vier Wochen in den Jahren 1992, 1995, 1998 und 2001 zusammen, wobei einige Sender nicht in allen untersuchten Jahren Nachrichtensendungen ausstrahlten. Da die Analyse auch vor dem Hintergrund einer möglicherweise zunehmend emotionalen Darstellungsweise von Nachrichten durchgeführt wurde, wurden neben dem, entsprechend dem Vorgehen von Eilders (1997) modifizierten, Nachrichtenfaktorenkatalog von Staab (1990; vgl.

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