Das amerikanische Regierungssystem: Leitfaden by Ernst Fraenkel

By Ernst Fraenkel

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Staatsangehörigkeit war ursprünglich nicht notwendige Voraussetzung zur Ausübung des Wahlrechts. Die Demokratisierung des Wahlrechts setzte zuerst in den nach Erlaß der Verfassung neu aufgenommenen Staaten des westlichen Grenzraums (frontier) ein. In den von den "Pionieren" erschlossenen Gebieten des Mittleren Westens entwickelten sich aus den primitiven Lebensbedingungen der Siedler neue Lebensformen, und es entstand ein neuer Menschentyp, der durch seine extrem individualistische und egalitäre Haltung gekennzeichnet war.

Hamilton schließlich klagte darüber, daß die unruhigen und unbeständigen Massen nur in Ausnahmefällen zutreffend zu urteilen und sich richtig zu entscheiden vermöchten. 4). Selbst die Vertreter einer bewußt anti-demokratischen Parteimeinung waren sich jedoch darüber einig, daß auf eine Mitwirkung breiter Bevölkerungsgruppen bei der Handhabung der Staatsgewalt nicht verzichtet werden könne. Sie waren lediglich bestrebt, eine einseitige Verlagerung des politischen Schwergewichts auf ein aus allgemeinen Wahlen hervorgehendes Parlament zu verhindern.

Die Lösung dieses Problems fanden sie in dem Prinzip der "gemischten V erfassung" und der Gewaltenteilung. Die amerikanische Verfassung ist das Werk von Männern mit einer umfassenden historischen und philosophischen Bildung. Der in Deutschland nur wenig bekannte "Federalist" gehört zu den klassischen Werken der Weltliteratur der Politik. Unter der Alleinherrschaft eines von einer demokratischen Mehrheit gewählten Parlaments und einer von einem demokratischen Parlament abhängigen Regierung hielten die Väter der Verfassung die Rechte der Minderheiten für ständig bedroht und daher nicht nur die religiösen Freiheitsrechte der religiösen Sekten, sondern auch die Eigentumsrechte der (eine dünne Oberschicht bildenden) ökonomischen Elite für gefährdet.

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