Chancen und Risiken der modernen Biotechnologie by Prof. Dr. Manfred Schartl (auth.), Manfred Schartl, Julia

By Prof. Dr. Manfred Schartl (auth.), Manfred Schartl, Julia Maria Erber-Schropp (eds.)

Die Biowissenschaften haben das universelle Informationsprinzip des Lebens entschlüsselt: Die DNA ist der Träger des genetischen Codes. Mit dem wachsenden Verständnis für das funktionale Zusammenspiel der Gene eröffnen sich für die Forschung neue Ansätze, in das Erbgut hineinzuschauen und gezielt in dieses einzugreifen. Die Möglichkeiten sind beispielsweise für Medizin, Landwirtschaft und Industrie vielfältig und faszinierend, rufen aber zugleich Diskussionsbedarf und Kritik hervor. Daher sind für die Biowissenschaften die Kommunikation und der Austausch mit der Öffentlichkeit besonders wichtig. Vor diesem Hintergrund vermitteln die Beiträge dieses Bandes einen fundierten Einblick in zentrale Bereiche der Biowissenschaften.

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Die Zukunft des Öffentlichen: Multidisziplinäre Perspektiven für eine Öffnung der Diskussion über das Öffentliche

Die Zukunft des Öffentlichen? Ist das Öffentliche im Zeitalter der Privatisierung, der Globalisierung und letztlich der grundsätzlich gepflegten Skepsis nicht eher eine Idee der Vergangenheit? In welcher Öffentlichkeit wird die Zukunft des Öffentlichen noch diskutierbar und diskutiert? was once ist heute eigentlich das inner most und das Privatisierbare?

Journalismus und Werbung: Kommerzielle Grenzen der redaktionellen Autonomie

Das Verhältnis zwischen Redaktion und kaufmännischer Abteilung eines Mediums wird in der kommunikationswissenschaftlichen Forschung häufig thematisiert. Gerade in Zeiten ökonomischer Krisen gewinnen die Widersprüchlichkeiten an Brisanz. Gelten in solchen Zeiten andere Regeln bezüglich der Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbeinhalten?

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Von Fall zu Fall könnte es aber auch einzelne Genotypen geben, die einen etwas größeren Einfluss auf den Phänotyp haben. Die genetische Aufklärung der multifaktoriell erblichen Krankheiten ist denkbar kompliziert. Man benötigt viele tausend Patienten, die phänotypisch gut charakterisiert sind, um dann umfassend genetisch untersucht werden zu können. Den Grad der Kompliziertheit kann man aus den bisherigen Befunden zur Genetik seelischer Krankheiten entnehmen. Es gibt eine Reihe genetischer Varianten, die mit Schizophrenie assoziiert sind, bei diesen Patienten also häufiger vorkommen als bei Gesunden.

Wenn das Schielen in der Kindheit nicht rechtzeitig behandelt wird, können diese Menschen als Erwachsene nicht räumlich sehen. Es gibt noch andere Beobachtungen, die belegen, dass sich diese Befunde verallgemeinern lassen: Das Genom gibt unserem Gehirn die Fähigkeit zu einer „plastischen“ Beeinflussung mit. Für die optimale Entwicklung unseres Gehirns brauchen wir aber – vor allem in kritischen Phasen – spezifische Schlüsselreize. Es gibt genetische Konstellationen, etwa bei erblich bedingter geistiger Behinderung, in denen das Entwicklungspotential des Gehirns unterdurchschnittlich ist.

In anderen Fällen kann sich die klinische Symptomatik erst über einen längeren Zeitraum entwickeln, sodass es bei einem jungen Patienten schwierig sein kann, die Verdachtsdiagnose zu stellen. Dies gilt besonders, wenn die Krankheit Folge einer Neumutation ist, sodass der Familienbefund unauffällig ist (Beispiel Myotone Dystrophie: autosomal dominant erbliche Systemkrankheit von Muskulatur und Gehirn; Manifestation über das gesamte Leben). Ein Problem kann bei monogen erblichen Krankheiten die genetische Heterogenie darstellen, denn der gleiche klinische Phänotyp kann durch Mutationen in verschiedenen Genen zustande kommen (Beispiel Retinitis pigmentosa: autosomal dominant, autosomal rezessiv oder X-chromosomal rezessiv erbliche Sehstörung bis hin zur Blindheit, Abb.

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