Auf dem Weg zur sozialen Stadt: Abbau benachteiligender by Martin Lenz

By Martin Lenz

Die stadtsoziologische Forschungsliteratur widmet sich vornehmlich Großstädten. Problemkreise wie Segregation, soziale Ungleichheit und soziale Stadt(teil)entwicklung gewinnen mit zunehmender Stadtgröße offenbar an Bedeutung. Mittlere Großstädte oder gar Kleinstädte erwecken in diesem Kontext kaum das Interesse der Soziologen.

Mit Blick auf den Umgang mit benachteiligenden Wohnbedingungen überprüft Martin Lenz am Beispiel der Stadt Karlsruhe, inwieweit soziologische Theorien zu sozialer Ungleichheit und Segregation für die kommunale Praxis mittlerer Großstädte correct sind. Damit stellt sich auch die Frage nach der Anwendung von Methoden der empirischen Sozialforschung in der kommunalen Praxis von Sozialverwaltungen, da Stadtpolitik – so eine zentrale Aussage der Untersuchung – für die stability zwischen soziologischer Theorie und kommunaler Selbstverwaltung sorgen muss.

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Was Friedrichs als Kontexteffekt bezeichnet, ist auf der Mesoebene21 anzusiedeln. Der angesprochene Individualeffekt (= Verbindung zwischen dem Verhalten des Individuums Ij und der Makroebene Mj) ist nach Friedrichs schwieriger als der Kontexteffekt zu bestimmen. Generell sieht Friedrichs allen Individualeffekten eine Handlungsregel zugrunde liegen. Als „das bislang beste Beispiel“ für Individualeffekte sieht er die Segregationsmodelle von Schelling an (vgl. 1971). Friedrichs führt anschließend drei Bedingungen beispielhaft an, um das Modell mehr der Realität des Wohnungsmarkts anzupassen und um die Effekte solcher Bedingungen im Mikro-Makro-Modell zu erklären: 21 .

Alisch/Dangschat 1998, 87ff) unter der Überschrift „Sozialpolitischer Umgang mit Sozialer Ungleichheit“ bearbeitet werden muss. Wie solch ein Umgang vonstatten gehen kann, deutet sich bereits in einer Kapitel-Überschrift der Publikation „Stadt und soziale Ungleichheit“ an, die da lautet: „Soziale Ungleichheit als Herausforderung für kleinräumliche Milieus und für planerisches Handeln“ (Harth et al. ) 2000a). Kleinräumlich gilt es, auch über differenzierte Variablen zu erfassen, hin zu einem Milieubegriff zu kommen, wie ihn Herlyn et al.

Durch Stadtverwaltung/-politik, zukommen. Dies hängt von den Bedingungen ab, inwieweit Stadteilexpertinnen und -experten in Prozesse der Stadt(teil)entwicklung eingebunden werden. Und die Bewohner/innen? In 23 „In vielen Studien wird ein Effekt der Nachbarschaft oder des durch seine administrativen Grenzen definierten städtischen Teilgebiets auf das Verhalten von Individuen und Gruppen unterstellt. Wie dieser zustande kommt, ist bislang unklar. B. , 12ff). 32 mikrosoziologischer Hinsicht „geraten“ sie spätestens dann bei differenzierten Betrachtungen von Segregation ins Blickfeld, wenn es um die Bewertung von Segregation geht.

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