Allgemeine Urkundenlehre für Deutschland und Italien by Richard Heuberger

By Richard Heuberger

H. STEINACKER begann 1910 die Vorarbeiten für die Neuauflage seiner 1906 in diesem Grundriß I, 231-66 erschienenen Lehre von den nichtköniglichen (Privat-) Urkunden vornehmlich des deutschen Mittelalters. Krankheiten hemmten seine Arbeit. Auch ergab sich durch das Erscheinen wichtiger Fachwerke - es sei nur an RB:DLICHs Privaturkunden des Mittelalters und die Neuauflage von BRESSLAUs Handbuch der Urkundenlehre erinnert - und namentlich durch die Erschütterung der bisherigen Anschauungen vom römischen und germanischen Urkundenwesen die Notwendigkeit, selbständig auf Fragen der Rechtsgeschichte und das hellenistische Urkundenwesen einzugehen, was once zu tiefgreifender Umarbeitung des ganzen Grund­ rißabschnittes führte. Unter Heranziehung der einschlägigen rechtsgeschichtlichen, altertums- und papyruskundliehen Schriften und unter Durcharbeitung des Quellen­ stoffs entstand so eine Darstellung der allgemeinen Grundlagen und des griechisch­ römischen Urkundenwesens. Aber bereits dieser 112 Seiten starke erste Teil, 1914 gedruckt, leider bis heute noch nicht veröffentlicht, conflict über den Rahmen des Grund­ risses hinausgewachsen und die Forschungen über das frühmittelalterliche Urkunden­ wesen dehnten sich, durch äußere Hemmnisse vielfach unterbrochen, weiter und weiter aus. So entschlossen sich 1917 Verfasser und Verleger im Einvernehmen mit dem Herausgeber, das Werk selbständig erscheinen zu lassen - ich führe es im folgenden als "Beiträge zur antiken und frühmittelalterlichen Urkundenlehre" a- und die Herstellung der zweiten Auflage dieses Grundrißabschnittes wurde mir übertragen.

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G. d. deutsch. u. frauz. R. 524, Zur Rg. d. röm. u. germ. U. Rg. 1•, f>63 u. 2, 185, 420, FICKEn, Beitr. z. Lehre 1 u. 2 (1877/78). PossE, Lehre v. d. PrivatUU. (1887), Gmv, Manuel u. Lehre an verscl1. Stellen, SrEINACKER, in diesem Grnndr 1 1, 243, 246, 250, HEnLICH, PrivatUU. Lehre• an vielen Stellen, ScnRÖDEH, Lehrb. d. D. Rg. -10. Beweis u. Schreiber im ält. , FDG. 26, 1, ZEUKER, Cartam levare in St. , germ. Abt. 4, 113, GoLDMANN, Cartam levare, MlÖG. , Testament Fulrads v. S. Denis, NA. 32, 169, U.

Eigenhändige Besorgung des Schreibgeschäftes wurde auch im geistlichen Stand zur Ausnahme. Gewöhnlich stellte ein Vertragsteil, begreiflicherweise meist der Rechtserwerber, gelegentlich auch ein über geeignete Kräfte verfügender Dritter (Bischof, Abt) einen Schreiber. Die fränkisch-schwäbischen UU. des 8. und beginnenden 9. Jhs. rühren zum größern, die tibrigen deutschen UU. des 8. bis 11. Jhs. zum größten Teil von geistlichen, vom Empfänger beauftragten Gelegenheitsschreibern her; die heute meist verlorenen UU.

Für etwaige Ausstattung mit Formelwerk dienten statt der unverständlich gcwordenen Formulare der Frankenzeit Königs-, Papst- u. a. UU. als Vorlagen. Auch die KönigsUU. des 10. bis 11. Jhs. wurden meist ohne Anschluß an Formularsammlungen und z. T. vom Empfänger hergestellt. D. Formen der Urkunden. Abschriften und manchmal, so in Westfalen im 11. , Aufzeichnungen über pflichtige Leistungen der Kirchengemeinden. ) Pergament nordländischer Art, das gelegentlich nach Tilgung der ursprünglichen Schrift aufs neue benutzt wurde, der einzige U U.

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